Lieblingschoral

"Singen tut Körper und Seele gut". Diese alte Volksweisheit haben Wissenschaftler untersucht und festgestellt: Singen stärkt tatsächlich die Abwehrkräfte und auch die Psyche. Singen ist gut für Herz, Lunge, allgemeine Fitness und für das Immunsystem. Nehmen Sie einmal das Gesangbuch zur Hand und singen Sie aus Leibeskräften mit.

Doch mit welchem Lied beginnt man am besten? Mit der Nummer eins im Gesangbuch eher nicht, denn das Adventslied „Macht hoch die Tür“ passt momentan nicht so recht. Sieben Personen aus unserer Kirchengemeinde oder die unserer Kirchengemeinde verbunden sind stellen hier für jeden Tag der Woche ihre Lieblingslieder vor und erzählen, warum es sich lohnt, dieses Lied zu singen:

  • add Sonntag

    Inge P.:

    Mein Lieblingslied im Gesangbuch ist „Meine Hoffnung und meine Freude“. Es ist mein Lieblingslied, weil es mit wenigen Worten mein Begleiter in schönen und in anstrengenden Zeiten ist. In guten Zeiten drücke ich damit meinen Dank an Gott aus. In schwierigen Zeiten ist es mein Ruf zu ihm.

    Meine Hoffnung und meine Freude,
    meine Stärke, mein Licht:
    Christus, meine Zuversicht,
    auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
    auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

    Gesangbuch Nummer 576 / Gotteslob Nummer 365

  • add Montag

    Regina S.:

    Ganz spontan kann ich drei Lieblingslieder nennen:

    • Großer Gott, wir loben dich        (Gesangbuch Nummer 331 / Gotteslob Nummer 380)
    • Segne du, Maria               (Gotteslob Nummer 535)
    • Jesus lebt            (Gesangbuch Nummer 115 / Gotteslob Nummer 336)

    Vor allem das letzte Lied habe ich beim meinem Umzug nach Dietenheim als DAS Osterlied schlechthin unsagbar vermisst; das war hier einfach nicht im Gotteslob! Umso mehr freut es mich, dass es im jetzigen Gotteslob drin ist und auch gesungen wird.

    1. Jesus lebt, mit ihm auch ich!
    Tod, wo sind nun deine Schrecken?
    Er, er lebt und wird auch mich
    von den Toten auferwecken.
    Er verklärt mich in sein Licht;
    dies ist meine Zuversicht.

    2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich
    über alle Welt gegeben;
    mit ihm werd auch ich zugleich
    ewig herrschen, ewig leben.
    Gott erfüllt, was er verspricht;
    dies ist meine Zuversicht.

    5. Jesus lebt! Ich bin gewiss,
    nichts soll mich von Jesus scheiden,
    keine Macht der Finsternis,
    keine Herrlichkeit, kein Leiden.
    Seine Treue wanket nicht;
    dies ist meine Zuversicht.

    6. Jesus lebt! Nun ist der Tod
    mir der Eingang in das Leben.
    Welchen Trost in Todesnot
    wird er meiner Seele geben,
    wenn sie gläubig zu ihm spricht:
    »Herr, Herr, meine Zuversicht!«

    Gesangbuch Nummer 115 / Gotteslob Nummer 336

  • add Dienstag

    Anke Sch.:

    Ich habe kein bestimmtes Lieblingslied, denn es gibt sehr viele schöne Lieder, die mich ansprechen.
    Aber folgendes Lied begleitet mich in verschiedener Weise seit der Coronapandemie:

    "Möge die Straße uns zusammenführen ..." und der Refrain passt  in diese schwere Zeit:

    "und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand".

    Diesen Satz habe ich auch für unsere Senioren als Mutmacher im Mitteilungsblatt geschrieben, denn die Illerriedener Seniorennachmittage fehlen nicht nur unseren Gästen sondern auch dem Team.

    1. Möge die Straße uns zusammen führen
    und der Wind in deinem Rücken sein;
    sanft falle Regen auf deine Felder
    und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

    Ref.: Und bis wir uns wiedersehen,
    halte Gott dich fest in seiner Hand;
    und bis wir uns wiedersehen,
    halte Gott dich fest in seiner Hand.

    2. Führe die Straße, die du gehst,
    immer nur zu deinem Ziel bergab;
    hab', wenn es kühl wird warme Gedanken,
    und den vollen Mond in dunkler Nacht.

    3. Hab' unterm Kopf ein weiches Kissen,
    habe Kleidung und das täglich Brot;
    sei über vierzig Jahre im Himmel,
    bevor der Teufel merkt: du bist schon tot.

    4. Bis wir uns 'mal wiedersehen,
    hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt;
    er halte dich in seinen Händen,
    doch drucke seine Faust dich nie zu fest.

    Text: Markus Pytlik

  • add Mittwoch

    Martin R.:

    Das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ hat mich als Kind schon begeistert. Beim Mitsingen des Textes fand ich mich irgendwie bei den Sternlein und im Wald geborgen. Später als Erwachsener mit dem Wissen um Atome und Galaxien, staune ich immer noch über die Sterne und den Mond, der nur halb zu sehen und doch rund und schön ist! Außerdem war es ein schönes Schlaflied für unsere Kinder, manchmal schliefen sie und oder ich schon nach der zweiten Strophe ein.

    1. Der Mond ist aufgegangen,
    die goldnen Sternlein prangen
    am Himmel hell und klar.
    Der Wald steht schwarz und schweiget,
    und aus den Wiesen steiget
    der weiße Nebel wunderbar.

    2. Wie ist die Welt so stille
    und in der Dämmrung Hülle
    so traulich und so hold
    als eine stille Kammer,
    wo ihr des Tages Jammer
    verschlafen und vergessen sollt.

    3. Seht ihr den Mond dort stehen?
    Er ist nur halb zu sehen
    und ist doch rund und schön.
    So sind wohl manche Sachen,
    die wir getrost belachen,
    weil unsre Augen sie nicht sehn.

    Gesangbuch Nummer 482 / Gotteslob Nummer 93

  • add Donnerstag

    Benno S.:

    Mein Lieblingslied ist „Nun jauchzt dem Herren alle Welt“, es stammt aus dem 17 Jahrhundert. Mich erfreut der äußerst positive Text (1602) von Cornelius Becker und die Melodie (1646) von David Denicke, welche sich wie ein Tanz im fröhlichen 3/4 Takt bewegt. Gerade der Dreißigjährige Krieg sollte zwei Jahre nach Entstehung dieser Melodie sein Ende finden. Mich persönlich fasziniert immer wieder die Fröhlichkeit und Zuversicht im Barock – gerade, oder trotz oft aussichtsloser Situationen und Gefahren.

    1. Nun jauchzt dem Herren, alle Welt!
    Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt,
    kommt mit Frohlocken, säumet nicht,
    kommt vor sein heilig Angesicht.

    2. Erkennt, dass Gott ist unser Herr,
    der uns erschaffen ihm zur Ehr,
    und nicht wir selbst: durch Gottes Gnad
    ein jeder Mensch sein Leben hat.

    3. Er hat uns ferner wohl bedacht
    und uns zu seinem Volk gemacht,
    zu Schafen, die er ist bereit
    zu führen stets auf gute Weid.

    4. Die ihr nun wollet bei ihm sein,
    kommt, geht zu seinen Toren ein
    mit Loben durch der Psalmen Klang,
    zu seinem Vorhof mit Gesang.

    5. Dankt unserm Gott, lobsinget ihm,
    rühmt seinen Namen mit lauter Stimm;
    lobsingt und danket allesamt!
    Gott loben, das ist unser Amt.

    6. Er ist voll Güt und Freundlichkeit,
    voll Lieb und Treu zu jeder Zeit;
    sein Gnad währt immer dort und hier
    und seine Wahrheit für und für.

    7. Gott Vater in dem höchsten Thron
    und Jesus Christ, sein ein’ger Sohn,
    samt Gott, dem werten Heilgen Geist,
    sei nun und immerdar gepreist.

    Gesangbuch Nummer 288 / Gotteslob Nummer 144

  • add Freitag

    Hannelore C.:

    Ein Lieblingslies ist „Wachet auf ruft uns die Stimme“. Zum einen hat es eine wunderbare Melodie und einen schönen Text voller Vorfreude. Zum anderen liebe ich als Musikerin die vielen Choralbearbeitungen dieses Liedes (Johann Sebastian Bach, Johann G. Walter, Flor Peters, usw.)

    1. »Wachet auf«, ruft uns die Stimme
    der Wächter sehr hoch auf der Zinne,
    »wach auf, du Stadt Jerusalem!
    Mitternacht heißt diese Stunde«;
    sie rufen uns mit hellem Munde:
    »Wo seid ihr klugen Jungfrauen?
    Wohlauf, der Bräut’gam kommt,
    steht auf, die Lampen nehmt!
    Halleluja!
    Macht euch bereit zu der Hochzeit,
    ihr müsset ihm entgegengehn!«

    2. Zion hört die Wächter singen,
    das Herz tut ihr vor Freude springen,
    sie wachet und steht eilend auf.
    Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig,
    von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig,
    ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf.
    Nun komm, du werte Kron,
    Herr Jesu, Gottes Sohn!
    Hosianna!
    Wir folgen all zum Freudensaal
    und halten mit das Abendmahl.

    3. Gloria sei dir gesungen
    mit Menschen- und mit Engelzungen,
    mit Harfen und mit Zimbeln schön.
    Von zwölf Perlen sind die Torea
    an deiner Stadt; wir stehn im Chore
    der Engel hoch um deinen Thron.
    Kein Aug hat je gespürt,
    kein Ohr hat mehr gehört
    solche Freude.
    Des jauchzen wir und singen dir
    das Halleluja für und für.

    Gesangbuch Nummer 147 / Gotteslob Nummer 554

  • add Samstag

    Michael F.:

    Mein Lieblingslied aus dem EGB ist "Gelobt sei deine Treu". Der Text rührt mich sehr an mit seinem wunderbar formulierten Lobpreis über die Liebe Gottes, die mich wie ein Mantel umgibt und fest umhüllt. Ein starkes Bild. Dieses Lied soll auch einmal an meiner Beerdigung gesungen werden (wie bei meinem Vater vor Jahren auch geschehen).

    1. Gelobt sei deine Treu,
    die jeden Morgen neu uns in den Mantel deiner Liebe hüllt,
    die jeden Abend wieder,
    wenn schwer die Augenlider,
    das schwache Herz mit Frieden füllt.

    2. Wir wolln dem Namen dein
    im Herzen still und fein lobsingen und auch laut vor aller Welt.
    Nie hast du uns vergessen,
    schenkst Gaben unermessen,
    tagtäglich deine Hand uns hält.

    3. Kleidung und Brot gibst du,
    der Nächte Ruh dazu, und stellst am Morgen über jedes Dach
    das Taggestirn, das helle;
    und mit der güldnen Welle
    des Lichts nimmst du das Ungemach.

    4. Gelobt drum deine Treu,
    die jeden Morgen neu uns deine abgrundtiefe Liebe zeigt!
    Wir preisen dich und bringen
    dir unser Lob mit Singen,
    bis unser Mund im Tode schweigt.

    Gesangbuch Nummer 665

     

    Das Lied "Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt" macht sowohl beim Singen, als auch beim Orgelspielen viel Spaß. Es ist so richtig fetzig und auch der Orgelsatz dazu unterstütz dies mit entsprechendem Tonsatz und Rhythmus. Auch der Text ist so voller Hoffnung und Lebensfreude, ein durch und durch positives Lied.

    Ehre sei Gott auf der Erde
    in allen Straßen und Häusern,
    die Menschen werden singen,
    bis das Lied zum Himmel steigt.
    Ehre sei Gott und den Menschen Frieden,
    Frieden auf Erden.

    1. Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe.
    Ich lobe meinen Gott, der mir die Fesseln löst, damit ich frei bin.

    2. Ich lobe meinen Gott, der mir den neuen Weg weist, damit ich handle.
    Ich lobe meinen Gott, der mir mein Schweigen bricht, damit ich rede.

    3. Ich lobe meinen Gott, der meine Tränen trocknet, dass ich lache.
    Ich lobe meinen Gott, der meine Angst vertreibt, damit ich atme.

    Ehre sei Gott auf der Erde
    in allen Straßen und Häusern,
    die Menschen werden singen,
    bis das Lied zum Himmel steigt.
    Ehre sei Gott und den Menschen Frieden,
    Frieden auf Erden.

    Gesangbuch Nummer 611 / Gotteslob Nummer 383

     

    Einen total anderen Charakter hat das Lied "Verleih uns Frieden gnädiglich". Eine mittelalterliche Melodie mit kraftvoller, majestätischer Tonalität. Die Begleitsätze dazu waren immer etwas sperrig, und unbefriedigend für den Organisten und somit auch für die Gemeinde. So dass ich begonnen habe, den Choral selber zu harmonisieren. Damit kann ich den Charakter des Liedes besser unterstützen und auch den Melodiefluss verbessern. Seitdem freue ich mich immer, wenn dieses Friedens- und Segenslied wieder dran ist.

    Verleih uns Frieden gnädiglich,
    Herr Gott, zu unsern Zeiten.
    Es ist doch ja kein andrer nicht,
    der für uns könnte streiten,
    denn du, unser Gott, alleine.

    Gesangbuch Nummer 421 / Gotteslob Nummer 475

     

    Es gibt noch viele andere Lieder, die mich geprägt haben "Jesu geh voran", das mir mein Großvater beim Holzhacken beigebracht hatte. Zum einen sind es sehr alte Lieder, andere sind aus meiner Jugendzeit. Das Gesangbuch ist für mich eine richtig zeitlose Schatzkiste.

  • add Sonntag

    Winfried K.*:

    Mein Lieblingslied im Gesangbuch ist "Nun danket alle Gott". Denn das Lied erinnert uns daran, dass wir uns jederzeit von Gott geliebt wissen dürfen. Es beschreibt die drei wichtigen Grundhaltungen vor Gott: Danken, Bitten und Loben. Es ist für mich ein nachhaltiges Lebenslied.

    1. Nun danket alle Gott
    mit Herzen, Mund und Händen,
    der große Dinge tut
    an uns und allen Enden,
    der uns von Mutterleib
    und Kindesbeinen an
    unzählig viel zugut
    bis hierher hat getan.

    2. Der ewigreiche Gott
    woll uns bei unserm Leben
    ein immer fröhlich Herz
    und edlen Frieden geben
    und uns in seiner Gnad
    erhalten fort und fort
    und uns aus aller Not
    erlösen hier und dort.

    3. Lob, Ehr und Preis sei Gott
    dem Vater und dem Sohne
    und Gott dem Heilgen Geist
    im höchsten Himmelsthrone,
    ihm, dem dreiein’gen Gott,
    wie es im Anfang war
    und ist und bleiben wird
    so jetzt und immerdar.

    Gesangbuch Nummer 321 / Gotteslob Nummer 405

    * Winfried K. lebt leider nicht im Illertal, sondern in Sigmaringen-Laiz. Er singt dort im Kirchenchor. Doch als Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg fühlt er sich unserer Kirchengemeinde verbunden. Noch ehe das Redaktionsteam die Fragen an ihn stellen konnte, hat er sie bereits 2014 beantwortet. Nachzulesen im Internet unter: bistum-augsburg.de/Hauptabteilungen/Hauptabteilung-VI/Gottesdienst-und-Liturgie/Neues-Gotteslob/Mein-Lieblingslied

Lieblingsbibelvers (Teil II)

Gottes Wort inspiriert. Manche Menschen haben einen Bibelvers, der sie in ihrem Alltag begleitet. Dies kann jeder Tag ein anderer Bibelvers sein, über den sie nachdenken. Zum Beispiel ein Bibelvers der Herrnhuter Losungen. Andere haben einen Bibelvers, wie den Taufspruch, den Konfirmationsspruch oder den Trauspruch der sie immer wieder beschäftigt. Wieder andere sind per Zufall auf einen Bibelvers gestoßen, der sie nicht mehr loslässt. Hier berichten einige Gemeindeglieder von ihrem Lieblingsbibelvers. Wir möchten ihnen Mut machen, jeweils einen Tag lang über einen Bibelvers nachzudenken.

P.S.: Noch kein eigener Lieblings-Bibelvers? Wir empfehlen die Webseite www.konfispruch.de Sie ist nicht nur für Konfis geeignet, sondern auch für Menschen, die dem Konfialter bereits entwachsen sind.

  • add Samstag

    Am Anfang war das Wort. (Johannes 1,1)

    Ich lese viel und gerne und kann nachvollziehen, dass Worte real und wichtig sind und dass aus Worten viel entstehen kann. Ein einmal ausgesprochenes Wort kann nicht mehr zurückgenommen werden. So ist der Ursprung alles Seins das Wort.

    Hannelore C.

  • add Sonntag

    Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen. (1. Mose / Genesis 26,24)

    Diesen Vers bekam ich an meiner Konfirmation zugesprochen. An diesem Wort hielt ich mich immer wieder fest. Ich nahm diese Zusage für mich persönlich an und verließ mich darauf. Das gab und gibt mir besonders in schwierigen Situationen die nötige Gelassenheit und bewahrt mir den Frieden in meinem Herzen.

    Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird`s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. (Philipper 1,6)

    Meine Herkunft habe ich von Gott, und meine Zukunft habe ich bei Gott. Das gute Werk, das Gott begonnen hat, wird er vollenden, ans Ziel bringen, zur Vollkommenheit führen. Das ist einfach wunderbar.

    Inge Z.

  • add Montag

    Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. (Markus 9,23)

    Das ist der Taufspruch meiner Mädels. Er spiegelt eine positive Lebenshaltung wieder, die die Kraft des Glaubens bestärkt. Oft ist mehr möglich als man zunächst denkt und nicht immer gebe ich mich damit zufrieden Dinge einfach hinzunehmen, sondern versuche es zum Guten zu wenden.

    Tanja M.

  • add Dienstag

    Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?  (Matthäus 7,3)

    Warum dieser Bibelvers? Weil er mich einfach immer daran erinnert. Bevor man leichtfertig jemanden verurteilt, sollte man die Gesamtsituation hinterfragen und einfach mal versuchen, den Gesamtblick zu bekommen. Dann sieht manches (leider nicht alles) etwas anders aus.

    Thomas K.

  • add Mittwoch

    Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht treu zu euch. Er wird auch weiterhin nicht zulassen, dass die Versuchung größer ist, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen. (1 Korinther 10,13 – Hoffnung für Alle)

    Ich lasse mir jeden Morgen über meine Bibel App einen Bibelvers zusenden. Der heutige Vers (04. Mai – Anmerkung des Redaktionsteams) passt aus meiner Sicht sehr gut in die derzeitige Situation. Ich denke viele fühlen sich derzeit an die Grenzen des Mach- und Ertragbaren gedrängt.

    Rainer J.

  • add Donnerstag

    Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm (1. Johannes 4,16)

    Diesen Bibelvers haben mein Mann und ich uns herausgesucht, als wir uns im Juli 2007 nach über 17 Jahren standesamtlicher Ehe kirchlich trauen ließen und so unser Eheversprechen erneuert haben.

    Tatjana R.

  • add Freitag

    Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. (Römer 12,12)

    Dieser Bibelvers hat mich mein ganzes Leben lang begleitet: Ich bekam ihn bei der Taufe, er wurde mein Konfirmationsspruch und ich habe ihn noch einmal als Trauspruch erhalten. Dieser Bibelvers hat mein Leben geprägt: Ich bin ein fröhlicher Mensch, denke positiv bin auf keinen Fall griesgrämig. In meinem Leben habe ich schon manches Schwere ausgehalten. Aber ich danke Gott und bete jeden Abend vor dem Einschlafen.

    Dorothea R.

  • add Samstag

    Sorget nicht ängstlich… (Matthäus 6.25-34)

    Lange schon begleitet mich dieser Text aus der Bergpredigt durch anstrengende und schwierige Zeiten meines Lebens. Oft suche ich dann den Feldstein zwischen Regglisweiler und Weihungszell auf, der mir den Bibelvers ihn in Stein gemeißelt in Erinnerung ruft. Dort auf der Bank sitzend hat man einen schönen Blick auf das Dorf und in die Natur.

    Die Zeilen dieses Bibeltextes rücken zurecht, was sich in Stress, Sorge und manchmal Angst verschoben hat: Du kannst und musst nicht alles selber machen, du bist Teil der Schöpfung, eine kleine, aber wichtige Spur der Größe Gottes. Deine Lebenszeit ist begrenzt, aber in Gottes Hand. Er behütet dich und sorgt für dich. Es gibt Räume und Zeiten außerhalb deiner Möglichkeiten. Die Verantwortung und Sorge für das tägliche Leben bleibt, die Probleme erledigen sich nicht von selbst, aber sie relativieren sich. Die Natur, Gottes Schöpfung, lässt mich spüren: Es gibt einen tieferen Sinn dahinter. Unser Leben ist darin geborgen, seine Hand hält uns, wenn wir fallen… „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht…“ - entspann dich, lass auf dich zukommen, was kommen mag.

    Gabi H.

    (Der Feldstein ist zu finden, wenn man die Landstraße Richtung Weihungszell nimmt und direkt auf der Höhe den Querweg rechts in Richtung Weiher abbiegt - ca. 50 Meter von der Straße entfernt. Er zeigt Pflanzen und Tiere und den segnenden Jesus, sowie die kurze Textzeile, die ich als Überschrift gewählt habe.)

  • add Sonntag

    Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist. (1. Petrusbrief 3, 15)

    Rechenschaftsbericht. Das klingt nach einer langweiligen Vorstandssitzung eines Vereins. Der Vereinsvorsitzende zählt noch einmal auf, was er alles im Berichtsjahr getan hat. Was der ganze Vorstand für Aktivitäten entwickelte. Dann kommt auch noch der Kassenwart und legt die Bilanz vor: Ausgaben, Einnahmen, Guthaben. Schön ist es, wenn die Mitgliederversammlung Entlastung ausspricht. Manchmal kann es dann auch turbulenter zugehen. Danach geht es dann zu dem gemütlichen Teil des Abends über.

    Das Besondere an meinem Bibelvers ist: Da wird Rechenschaft gefordert - aber nicht über Vergangenes, sondern über Zukünftiges! Über die Hoffnung, so heißt es. Über die Hoffnung, die in euch ist. Und zwar nicht nur unter Vereinsmitgliedern bei der einberufenen Jahresvollversammlung, sondern allezeit vor jedermann.

    Christsein ist Leben in der Hoffnung. Ist Leben, das von Gott etwas erwartet. Ist Sehnsucht, dass die Dinge nun nicht alle so bleiben wie sie sind: Friedlosigkeit, Ungerechtigkeit, Unbarmherzigkeit, Verkehrung der Wahrheit, zerbrochene und verwundete Lebensbeziehungen, Missverstehen, Krankheit und Tod. Christsein ist Leben in der Hoffnung, weil es schon heute auf den lebendigen Eckstein Jesus Christus bauen kann. Er hat gezeigt, wie die Hoffnung auf Gottes neues Reich aussieht. Er hat es gezeigt und gehandelt und deshalb ist die Rechenschaft von der Hoffnung für uns keine Last, keine Jahresroutine, sondern ein Erzählen von der großen Freiheit der Kinder Gottes.

    Frank Otfried J.*

    * Dr. h. c. Frank Otfried J. wohnt leider nicht im Illertal, sondern in Stuttgart. Er ist Bischof der Württembergischen Landeskirche und durch sein Amt unserer Kirchengemeinde verbunden. Außerdem war geplant, dass er am 28. März in Dietenheim bei der Verleihung des Ökumene-Preis der Unita Dei Christiani da ist und beim anschließenden ökumenischen Gottesdienst predigt. Nun wurden die Preisverleihung und seine Predigt ins kommende Jahr verschoben.

    Frank Otfried J. hat seinen Beitrag bereits im Januar 2018 auf EFR-Medien veröffentlicht.

Vorfreude ist die schönste Freude

Die Corona-Pandemie bestimmt nach wie vor unseren Alltag. Wir gehen mit Masken einkaufen, müssen Abstand halten, spontane Besuche im Seniorenheim sind nicht möglich, im Gottesdienst darf nicht gesungen werden und Großveranstaltungen sind untersagt. Auf manches kann man für eine Weile ganz gut verzichten. Bei anderem wird einem bewusst, was einem wirklich fehlt. Vieles was so selbstverständlich war, wird plötzlich ganz wertvoll.

Einige Menschen aus unserer Gemeinde, oder die sich unserer Gemeinde verbunden fühlen, berichten für jeden Tag der Woche was sie vermissen und worauf sie sich so richtig freuen, wenn es endlich wieder erlaubt sein wird.

  • add Samstag

    Das einzig Lästige, das sich in der Corona-Zeit eine Zeitlang erübrigt hat, war Hemdenbügeln - während der Homeoffice-Phase. Am meisten freue ich mich darauf, meine Mutter, die ich natürlich auch in dieser Ausnahmezeit betreue, wieder so richtig in den Arm nehmen zu können und nicht auf Abstand und mit Mundschutz bei ihr zu sein. Und was noch schön wird: Unsere Tochter wieder in die Arme schließen zu können. Sie wohnt gut 400km entfernt und wir sind seit Weihnachten nur per Telefon oder ab und zu über Skype in Verbindung.

    Regina S.

  • add Sonntag

    Ich freue mich darauf, wenn ich wieder über schöne Blumen- oder Kunsthandwerkermärkte schlendern darf und wenn ich gut besuchte Konzerte oder Theatervorführungen besuchen kann. Außerdem freue ich mich darauf, wenn ich wieder in der Kirche im Gottesdienst lauthals mitsingen darf.

    Birgit E.

  • add Montag

    Wenn Corona vorbei ist, möchte ich mit meinem Bruder und meinen Eltern ins Legoland gehen. Darauf freu ich mich schon so!

    Valentin R. (vier Jahre)

  • add Dienstag

    Wenn die Corona-Pandemie vorbei ist, dann hole ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den abgesagten Betriebsausflug nach

    Christopher E.

  • add Mittwoch

    Ich freue mich, wenn ich wieder unbefangen und spontan auf andere Menschen zugehen kann (ohne Abstandsregel und Mundschutz).

    Gabi L.

  • add Donnerstag

    Wegen Corona musste ich die für April geplante Reise nach Italien stornieren. Aber ich hoffe, dass bald alles vorbei ist und dann wird alles nachgeholt. Ich freue mich jetzt schon auf meine Reise nach Russland. Dann kann ich wieder meine Mutter und alle meine Freunde besuchen.

    Andrej P.

  • add Freitag

    Ich freue mich darauf, mich mit meiner Freundin wieder am Freitagmorgen auf einen schnellen Kaffee mit Butterbrezel zu treffen. Das war immer ein wunderbarer Vorgeschmack aufs Wochenende und eine liebgewonnene kleine Verschnaufpause zwischen Kinderwegbringen, Putzen und Einkaufen.

    Julia B.

  • add Samstag

    Wenn die „Corona-Zeit“ vorbei ist, würde ich gerne ein Fußballspiel besuchen.

    Tatjana P.

  • add Sonntag

    Wir wünschen uns…
    …dass wir alle lieben Menschen umarmen können.
    …dass wir die Menschen im Krankenhaus besuchen können und ihnen die Hand halten dürfen.
    …dass wir uns treffen dürfen, um miteinander Gottesdienste zu feiern, um an Yogakursen teilzunehmen und um Geburtstage zu feiern.

    Katharina und Jakob H.

Lieblingsgeschichte in der Bibel (Teil II)

In diesen Tagen kommen viele Menschen zum Lesen. Die Bibel steckt voller spannender Geschichten. Für jeden Tag der Woche kommt ein Vorschlag, für eine spannende Erzählung: Einige Personen aus Dietenheim und Illerrieden stellen ihre Lieblingsgeschichte von und beschreiben, was ihnen an dieser Bibelstelle gefällt.

  • add Montag

    Es gibt eine Geschichte in der Bibel, die ich schon immer geliebt habe. Als Kind habe ich sie in meiner Kinderbibel gelesen, das Bild dazu hat mich besonders beeindruckt. Meine Kinderbibel ist an der Stelle im Buch auch schon ganz vergriffen und wenn man sie aufmacht, dann ist es die Seite, die sofort aufgeht.

    Es ist die Geschichte von Samuel, der nachts den Ruf Gottes hört. Ich fand es als Kind unglaublich beeindruckend, dass Samuel, obwohl er ein Kind ist, von Gott nicht nur beobachtet und geliebt, sondern sogar selber angesprochen wurde. In den anderen Geschichten waren immer Erwachsene, mit denen Gott geredet hat. Aber Samuel war noch ein Kind.

    Heute kenne ich natürlich die Geschichte um diese Nacht herum und die Zusammenhänge, die Geschichte dieser Nacht aber ist heute noch meine Lieblingsstelle.

    Auch meine Schwester hat diese Geschichte und das Bild dazu sehr geliebt. Sie hat ihren ersten Sohn Samuel genannt.

    Heidi K.

    In der Bibel nachzulesen unter: 1. Samuel 3,1-21

  • add Dienstag

    Meine Lieblingsbibelgeschichte ist die Geschichte von Jona und dem Wal, weil der Prophet Jona so ähnlich heißt wie ich. Ich finde es gut, dass Jona nicht den Mut verloren hat, als er vom Wal verschluckt wurde. Es zeigt, auch wenn die Lage aussichtslos erscheint, kann sich alles noch zum Guten wenden.  

    Jonas R. (9 Jahre)

    In der Bibel nachzulesen unter: Jona 1-2 (oder gleich das ganze Buch Jona, es hat nur vier kurze Kapitel)

  • add Mittwoch

    Meine Lieblingsgeschichte aus der Bibel ist Jesus bei Maria und Marta

    Mir gefällt diese Geschichte so gut, weil ich mich mit beiden Personen sehr gut identifizieren kann.

    Marta arbeitet viel, macht sich viele Sorgen, versucht es allen recht zu machen. Sie müht und rackert sich ab. Mir geht es oft auch so, ich habe viel Arbeit im Geschäft, ich möchte mich in meiner Familie einbringen und meinen Aufgaben als Ehemann und Vater gerecht werden. Auch in der Freizeit fordern Vereine und Freunde so manches von einem ab. Da denke ich wie Marta: Ein wenig Hilfe wäre jetzt nicht schlecht.

    Maria hingegen setzt sich zu Jesu Füßen und hört ihm zu. Ich kann mich auch mit Maria identifizieren, denn sie besinnt sich auf das Wesentliche: Sie hat Gottvertrauen und will mehr von Jesus hören.

    Auch ich möchte mich auf das Wesentliche im Leben konzentrieren: Ich möchte so viel Gottvertrauen haben, dass ich mich nicht mit Sorgen und Nöten herummühen muss. Auch will ich im Glauben noch wachsen und mehr von Jesus hören.

    Ein bisschen weniger Marta und ein bisschen mehr Maria das ist was ich aus meinem Leben machen möchte.

    Martin S.

    In der Bibel nachzulesen unter: Lukas 10,38-42

  • add Donnerstag

    „Des da!“ – Benedikt B. zeigt dabei auf das Buch von Kees de Kort: Bartimäus. Am besten gefällt ihm die Stelle, an welcher der blinde Bartimäus laut nach Jesus ruft. Die Leute sagen: Bartimäus sei still. Doch Bartimäus lässt sich nicht einschüchtern. Er ruft nach Leibeskräften und mit rotem Kopf: Jesus, hilf mir! Benedikt steht dann meist auf und ruft gemeinsam mit Bartimäus: „‘Esus, ’ilf mir!“

    Benedikt B. (2 Jahre)

    Die Geschichte zum Nachlesen unter: Markus 10,46-52

  • add Freitag

    Die Erzählung der Hochzeit zu Kana hat mir schon als Kind gefallen. Wahrscheinlich wegen der romantischen Gedanken, die man mit einer Hochzeit schon als Kind verbindet.

    Heute sind da zwei wichtige Sequenzen, die mir die Geschichte immer noch wertvoll machen.

    Die eine ist der Blickwinkel den Maria auf das Geschehen hat. Als Mutter nimmt sie wahr, dass auf dem Fest etwas nicht stimmt. Das Brautpaar kommt an seinem Festtag in Bedrängnis. Sie möchte (wie wohl jede Mutter und auch jeder Vater) dem Paar Peinlichkeiten ersparen. Ihre Lösung heißt JESUS. Sie bittet ihn zu helfen.

    Die zweite Sequenz, die mich sehr beeindruckt, ist das übergroße Maß der „Hilfe“, die ausgegossen wird. Jesus spart nicht. Er schenkt im Überfluss! 6 Krüge Wasser zu je 100 Liter werden in kostbarsten Wein verwandelt. Diese Geschichte zeigt, wie Gott zu seinen Kindern sein möchte: Liebevoll, großzügig und barmherzig. Mit diesem Wissen kann ich fest im Glauben stehen.

    Andrea F.

    Die Geschichte zum Nachlesen: Johannes 2,1-12

  • add Samstag

    Meine Lieblingsgeschichte aus der Bibel ist die Erzählung vom barmherzigen Samariter. Toleranz im Umgang mit den Fremden und mit Menschen, die zu uns kommen, ist ein wichtiges Thema für mich. Der Andere ist genauso Mensch wie ich. Herkunft, Hautfarbe und Gesinnung sind kein Grund eine andere Person gering zu schätzen.

    Florian M.

    Die Geschichte zum Nachlesen: Lukas 10,25-37

  • add Sonntag

    Zu meinen Lieblingsgeschichten der Bibel gehört die sogenannte Nathan-Parabel. Der Prophet Nathan erzählt dem König David die Geschichte von dem reichen Mann mit den vielen Schafen, der, als er einen Gast bekommt, dem armen Mann sein einziges Schaf wegnimmt, um es zu schlachten. Als David diese Geschichte hört, gerät er in großen Zorn über das Unrecht des Reichen gegenüber dem Armen, er fordert des Reichen Tod.

    Auf Davids Zornesausbruch hin sagt Nathan das entlarvende Wort: Du bist der Mann! Die moralische Empörung des Königs schlägt auf ihn selbst zurück. Davids darauf folgendes Sündenbekenntnis, seine Buße und Gottes Strafe machen deutlich: Auch der König Israels selbst, und sei er noch so groß und mächtig, hat das Recht der Armen zu schützen und zu achten. Wer diese tiefe Verpflichtung verletzt, wird von Gott zur Rechenschaft gezogen.

    Ich empfinde Bewunderung gegenüber dem Mut des Propheten, der dem mächtigsten Mann im Land die Wahrheit ins Gesicht sagt. Aber ich em­pfinde auch großen Respekt vor David, weil er versteht und Buße tut. Mein jüngster Sohn heißt Nathan. So sehr hat diese Geschichte meine Frau und mich beeindruckt.

    Heinrich B.-S.*

    Die Geschichte zum Nachlesen: 2. Samuel 12

    *Heinrich B.-S. lebt leider nicht im Illertal. Er ist derzeit EKD-Ratsvorsitzender und durch dieses Amt unserer Kirchengemeinde verbunden. Sein Beitrag wurde bereits im Oktober 2016 im Magazin Chrismon veröffentlicht.

Abendgebet

„Schon wieder ein Tag geschafft – Gott sei Dank!“ So geht es manchen Menschen, die in diesen Tagen viel zu tun haben oder manch schweres aushalten müssen. „Wie soll ich diese Nacht überstehen mit all dem, was mir durch den Kopf geht, wenn ich die ganze Nacht wach liege?“ So fragen andere.

Ein Abendgebet ist eine gute Möglichkeit alles zu Gott zu bringen, was mich an diesem Tag beschäftigt hat: Gott zu danken, was schön war und was gelungen ist. Und in Gottes Hand zurücklegen, was mit unter den Händen zerbrochen ist.

Sieben Personen aus Dietenheim und Illerrieden stellen ihr Abendgebet vor und ermuntern Sie mitzubeten.

  • add Montag

    Müde bin ich, geh zur Ruh,
    schließe beide Augen zu.
    Vater, lass die Augen dein
    über meinem Bette sein.
    Hab ich Unrecht heut getan,
    sieh es, lieber Gott, nicht an,
    Hilf mir werden recht und fromm
    Damit ich in den Himmel komm.
    Amen

    Dieses Abendgebet hat früher meine Oma mit mir gebetet. Sie saß an meinem Bett, und hat mir mit dem Daumen ein Kreuz auf Stirn, Mund und Brust gezeichnet. An dieses Ritual erinnere ich mich gerne zurück.

    Melanie R.

  • add Dienstag

    Weil ich Jesu Schäflein bin,
    freu ich mich nur immerhin
    über meine guten Hirten,
    der mich wohl weiß zu bewirten,
    der mich liebet, der mich kennt
    und bei meinem Namen nennt.

    Unter seinem sanften Stab
    geh ich ein und aus und hab
    unaussprechlich süße Weide,
    dass ich keinen Mangel leide,
    und sooft ich durstig bin,
    führt er mich zum Brunnquell hin.

    Sollt ich denn nicht fröhlich sein,
    ich beglücktes Schäfelein?
    Denn nach diesen Erdentagen
    werd ich endlich heimgetragen
    in des Hirten Arm und Schoß.
    Amen, ja, mein Glück ist groß.

    Als Kind habe ich „Weil ich Jesu Schäflein bin“ sehr geliebt, sowohl als Tischgebet als auch als Abendlied (Regionalteil Bayern Nr 593). Auch heute noch summe ich mir dieses Lied, wenn ich nachts unruhig bin und es bringt mich in eine heitere Gelassenheit.

    Hannelore C.

  • add Mittwoch

    Gott du hast mich heut bewacht,
    beschütz mich auch in dieser Nacht
    Du sorgst für alle, groß und klein.
    So schlaf ich ohne Sorgen ein. Amen

    Das ist mein Lieblingsgebet. Das bete ich, wenn ich von Papa abends ins Bett gebracht werde.

    Johannes B. (9 Jahre)

  • add Donnerstag

    Müde bin ich, geh zur Ruh,
    schließe meine Augen zu.
    Vater, lass die Augen dein
    über meinem Bette sein. 

    Hab ich Unrecht heut getan,
    sieh es, lieber Gott, nicht an.
    Deine Gnad und Jesu Blut
    machen allen Schaden gut.

    Alle, die mir sind verwandt,
    Gott, lass ruhn in deiner Hand;
    alle Menschen, groß und klein,
    sollen dir befohlen sein.

    Müden Herzen sende Ruh,
    nasse Augen schließe zu.
    Lass den Mond am Himmel stehn
    und die stille Welt besehn.

     

    Dieses Abendgebet habe ich als Kind regelmäßig gebetet. Allerdings kann ich mich an die beiden mittleren Zeilen mit der Gnad und Jesu Blut nicht mehr erinnern.

    Ich bin im Rheinland aufgewachsen und war als Jugendlicher im Schülerbibelkreis aktiv und mit dem CVJM unterwegs. Am Ende des Tages sagen wir gemeinsam das Lied „Kein schöner Land zu dieser Zeit“. Das war ein schöner Tagesabschluss und in diesem Lied steckt alles drin, was man so braucht.

    Ulrich T.

  • add Freitag

    Zeit der Ruhe, Zeit der Stille, Zeit der Tiefe,
    Zeit der Nähe, Zeit des Zaubers, Zeit der Liebe.
    Die Nacht hüllt unser Leben ein,
    das Dunkel legt den Mantel der Geborgenheit schützend um uns,
    verbirgt unser Dasein, bedeckt die Welt.

    Zeit der Träume, Zeit der Ängste, Zeit des Sehens,
    Zeit des Suchens, Zeit der Wärme, Zeit des Segens.
    Die Nacht hüllt unser Leben ein,
    das Dunkel legt den Mantel der Geborgenheit schützend um uns,
    verbirgt unser Dasein, bedeckt die Welt. 

    Zeit der Wünsche, Zeit der Fragen, Zeit des Herzens,
    Zeit der Engel, Zeit der Heilung, Zeit des Schlafes.
    Die Nacht hüllt unser Leben ein,
    das Dunkel legt den Mantel der Geborgenheit schützend um uns,
    verbirgt unser Dasein, bedeckt die Welt. 

    Zum Thema Abendgebet fällt mir dieses Lied von Norbert Becker ein, bei dem die Nacht nicht als Schreckgespenst, sondern als Zeit der Geborgenheit dargestellt wird. Das empfinde ich einfach als schönes Bild.
    Thomas K.

  • add Samstag

    Ich persönlich bete abends gerne den Rosenkranz. Da gibt es ja mehrere Variationen und je nach Tageslage suche ich mir den passenden raus. Aber ich sage dann immer: Ich geh jetzt noch meinen Rosenkranz stricken. Da ich alle meine Lieben mit selbstgestrickten Socken (die von allen begehrt sind) versorge, werden so Paar für Paar fertig: jede gestrickte Nadel ist ein "Gegrüßet seist du, Maria" oder ein "Vater unser" oder… So sind bei einem Gesätz Rosenkranz drei neue Reihen an der begonnenen Socke dazu gekommen; das gibt 15 Reihen pro Abend. Und wenn ich dann noch Lust habe, kann ich ja noch weiterstricken…

    Regina S.

  • add Sonntag

    Vater, ich danke dir für diesen Tag. Ich danke dir für das tägliche Brot,
    für alles, womit du mein Leben erhalten hast, für deine Sorge um mich.
    Ein Tag des Lebens ist wieder vorüber.
    Ich weiß nicht, wie du ihn haben wolltest, sicher aber besser, als ich ihn gelebt habe.
    Ich habe wenig nach deinem Willen gefragt.
    Ich bin an Menschen vorübergegangen, die vielleicht auf mich gewartet haben.
    Ich habe zu wenig bedacht, was du heute für mich auf dieser Welt schaffen wolltest.
    Ich bitte dich um Verzeihung für alles Unrecht, für alle Nachlässigkeit
    und alles, was ich versäumt habe.
    Doch für das was gut war, Herr, danke ich dir. Führe du es weiter und vollende es.
    Ich bitte dich nun für alle Menschen, mit denen ich arbeite und lebe,
    aber auch für alle anderen, die meine Fürbitte brauchen.
    Lass uns lernen, einander zu dienen und miteinander auszukommen.
    Herr schenke mir eine ruhige Nacht und einen guten Schlaf.
    Gib mir morgen neue Kraft für alles, was du mir auftragen wirst.
    Amen

    Willy P.

Trauspruch

In den Medien liest man immer wieder, dass diese Zeiten eine Belastungsprobe für Familie und Ehen sind. Kaum war der Lockdown in der Chinesischen Provinz Wuhan vorbei, konnte man lesen, dass die Scheidungszahlen dort sprunghaft anstiegen. Was macht Ehen stark? Zum einen sind es Liebe zueinander und Respekt voreinander. Zum anderen ist es die Gabe gemeinsam in die gleiche Richtung zu blicken. Wenn dies im Glauben und im Vertrauen auf Gott gegründet ist, dann sind Ehen stark und belastbar.

Für jeden Tag der Woche verrät eine Person oder ein Ehepaar, welcher Trauspruch ihre Beziehung prägt und stark macht.

  • add Montag

    Wer aber nicht liebt, der kennt Gott nicht, denn Gott ist die Liebe. (1. Johannes 4,8)

    Durch die Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen bekommen wir auch wieder viel Liebe zurück. Von Gott erhalten wir auch viel Liebe, Güte und Zuspruch in allen Lebenslagen. Meine Frau und mich begleitet der Spruch unsere ganze Beziehung lang. Diese Liebe und Hilfe, die wir von Gott erfahren durften, wünsche ich allen Menschen.

    Willy P.

  • add Dienstag

    Als wir gefragt wurden, ob wir zum Thema Trauspruch einen Beitrag leisten wollen, mussten wir zunächst überlegen. Haben wir überhaupt einen Trauspruch? Zumindest haben wir uns in den vergangenen 25 Jahren keine Gedanken darübergemacht. Und tatsächlich, wir haben keinen Trauspruch zu unserer Trauung gewählt. In der katholischen Kirche ist die wohl auch kein großes Thema. Wir hatten in unserem Trauungsgottesdienst die Geschichte vom “Kleinen Prinz” von Antoine de Saint-Exupery in den Mittelpunkt gestellt. Pfarrer Lang hat in seiner Predigt die Geschichte vom “Kleinen Prinz” ausführlich erörtert. So ist der wohl bekannteste Satz der Geschichte Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar zu unserem, wenn auch nicht biblischen, Trauspruch geworden.

    Sabine und Alfred S.

  • add Mittwoch

    Nehmet einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. (Römer 15,7)

    Bei aller menschlichen Verschiedenheit und Unvollkommenheit ist es gut für mich, mich immer wieder daran zu erinnern, dass Christus mich und uns auch angenommen hat. Dann fällt es mir leichter danach zu handeln und zu verzeihen.

    Annegret S.

  • add Donnerstag

    Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. (Epheser 4.15)

    Es war und ist immer noch unser Wunsch und unser Bestreben, dass wir Ehrlichkeit voreinander aushalten. Dass wir bemüht sind, den anderen mit Gottes Augen sehen zu wollen, ihn anzunehmen, auch wenn es bedeutet, dass man sich selbst zurücknehmen muss. Und dass einer dem anderen hilft, im Glauben zu wachsen. Das bedeutet, geduldig zu sein und vergebungsbereit.

    Im Alltag ist das nicht immer einfach und man versagt oft. Eine gute Ehe zu führen ist eine große Herausforderung, besonders wenn dann auch Kinder dazugekommen sind. Man zweifelt man manchmal an sich und an seiner Ehe...

    Doch Jesus schenkt zum Wollen das Gelingen. Er vergibt, er liebt uns mit einer unvergleichlichen Liebe. Wir sind ihm so wertvoll, dass er sein Leben für dich und mich gab.

    Renate F.

  • add Freitag

    Unser Trauspruch ist der zweite Teil des Missionsauftrags: "Ich bin bei euch, alle Tage, bis ans Ende der Welt" (Matthäus 28,20)

    Wir dachten es kommen sicher auch schwere, harte oder traurige Zeiten. Aber gerade dann ist es wichtig zu wissen, dass wir nicht alleine sind. Manchmal hatten wir keine Ahnung wie es weiter geht und was wir tun sollen, aber Jesus hat uns in der Hand. Und hält uns an der Hand. Das finde ich sehr beruhigend.

    Petra G.

  • add Samstag

    Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! (1. Korinther 16,14)

    Wir haben vor elf Jahren aus Liebe geheiratet und daher passt der Bibelvers gut zu uns. Uns war bewusst, dass das Leben und auch unsere Beziehung sich immer wieder verändern wird. Die Liebe soll dabei bestand haben. Wenn es einem gut geht, dann ist es leicht sich zu lieben. Uns ist es wichtig, dass wir auch in Auseinandersetzungen und stressigen Situationen liebevoll und respektvoll miteinander umgehen.

    Julia und Thomas B.

  • add Sonntag

    Wir haben vor knapp 30 Jahren unseren Trauspruch aus Psalm 23 "Der gute Hirte" ausgesucht:

    Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Und ob ich schon wandelte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn Du bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich.

    In unserer gemeinsamen Zeit trugen uns die Worte durch Höhen und Tiefen. Er gibt Hoffnung und Trost in schwierigen Situationen und in hochfliegenden Glücksmomenten lässt er uns auf dem richtigen Weg bleiben.

    Wir finden ihn zeitlos schön und würden ihn wieder auswählen.

    Uli und Martin R.

Interessant zu wissen:

Beim Blick in die Dietenheimer Kirchenbücher fällt auf, dass erst seit 1989 in den Unterlagen vereinzelt der Trauspruch vermerkt wurde. Ab 1994 ist der Trauspruch immer in den Kirchenbüchern notiert.

Außerdem gibt es nicht den einen Trauspruch. So vielfältig wie die Brautpaare, so vielfältig sind auch die Trausprüche. Die beiden Favoriten der 204 in den Dietenheimer Kirchenbüchern vermerkten Ehen sind folgende zwei Bibelverse:

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Korinther 13,13)
Diesen Trauspruch hatten acht Brautpaare ausgewählt.

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der Herr tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden. (Rut 1,16-17)
Diesen Trauspruch, oder einen kleinen Teil dieses Bibelvers, hatten sich fünf Brautpaare ausgewählt.

Sollten Sie bald heiraten wollen und auf der Suche nach einen passenden Trauspruch aus der Bibel sein. Eine gute Inspirationsquelle finden sie im Internet unter www.trauspruch.de

Was auch nach Corona noch Besand haben sollte

„…alles wegen blödem Rona!“, so kommentiert der jüngste Dietenheimer Pfarrhausbewohner die aktuelle Lage. Vieles ist momentan nicht möglich und die meisten Menschen sehnen sich nach Normalität. Doch hier und da konnte etwas Schönes wachsen. Einige Gemeindeglieder und unserer Kirchengemeinde Verbundene sind überzeugt, dass sie dieses auch nach den Einschränkungen beibehalten möchten. Für jeden Tag der Woche kommt ein Gedankenanstoß.

  • add Sonntag

    In diesen Corona-Wochen nehme ich immer wieder das Gesangbuch zur Hand. Mit hochgelegten Beinen und einer Tasse Cappuccino lese ich mir bekannte oder unbekannte Liedtexte langsam laut vor. Ich lasse alle Gedanken zu, die mir zu diesen Versen kommen. Es ist schön, sich Zeit dafür zu nehmen. Manchmal überlege ich, was den Liederdichter bewogen hat, genau diese Worte zu schreiben. Es ist ein Unterschied, Lieder im GD mitzusingen oder aber sich die Zeit zu nehmen, den Texten nachzuspüren. Das möchte ich auch zukünftig immer mal wieder tun.

    Inge Z.

  • add Montag

    Jetzt in der Corona-Zeit spiele ich ganz viel mit meinem kleinen Bruder. Wir sind ein super Team und geben aufeinander acht. Ich bin sehr froh, dass ich ihn habe. Das kann gerne immer so bleiben. 

    Jonas R.

  • add Dienstag

    Ich bin während Corona bisher zwei Mal mit einer Freundin laufen gewesen und einmal mit meiner Mama. Natürlich nur auf weitem Abstand und wegen der Bewegung draußen. Aber es war herrlich und das würde ich sehr gerne beibehalten. Sonst sind immer Kinder oder die ganzen Familien dabei. Der Austausch und die Bewegung nur für uns, war so schön. Da konnte ich richtig auftanken.

    Petra G.

  • add Mittwoch

    Ich nähe gerne und ich finde es toll, wenn sich die Leute über das freuen, was ich gemacht habe. Als die Maskenpflicht diskutiert wurde habe ich begonnen Alltagsmasken zu nähen. Viele davon für meine Lieben, Freunde und Kollegen. Die bunten Gesichtsbedeckungen haben immer den richtigen Träger gefunden und sollen Farbe und Freude schenken.

    Praktische Sachen nähen und andere Menschen damit froh machen – das werde ich gerne auch nach Corona beibehalten. Bleibt gesund!

    Claudia W.

  • add Donnerstag

    Ich bin gerade FSJ-ler beim Jugendwerk in Biberach. Momentan steht alles Kopf und die Arbeit hat sich total verändert.

    Trotz mancher Einschnitte finde ich es toll, dass ich nun auch von zu Hause aus arbeiten kann. Außerdem habe ich im Rahmen des FSJ (freiwilliges soziales Jahr) begonnen Gottesdienste zu filmen und nachzubearbeiten. Da lerne ich viel. Außerdem macht es mir Spaß und ich möchte das gerne auch nach Corona weitermachen.

    Erik R.

  • add Freitag

    Meine Frau und ich sind beide berufstätig und normalerweise ständig auf Achse. Oft sehen wir uns nur am Abend oder am Wochenende. Seit Corona ist meine Frau im Homeoffice und auch ich arbeite häufig von Zuhause aus. Nun gibt es viele Gelegenheiten gemeinsam frisch zu kochen. Es ist eine wunderbare Erfahrung so viel zusammen zu sein, zum Mittagessen ein warmes Gericht auf dem Tisch zu haben und ich genieße die Zeit zu zweit. Dies für immer beizubehalten ist ein Wunsch und Traum. Aber nach Corona leider nicht möglich, weil der Alltag wieder Einzug in unser Leben halten wird. So schrecklich dieser Virus auch für viele Menschen ist, können wir doch versuchen auch die für uns positiven Dinge, die unser himmlischer Vater für uns bereithält, darin zu sehen.

    Willy P.

  • add Samstag

    Ich genieße den Blick auf einen (fast) leeren Kalender, was Ruhe und Entspannung bedeutet. Die Kinder können spielen, ohne unterbrochen zu werden. Wir können als Familie jeden Nachmittag Fahrrad fahren oder spazieren gehen, solange wir möchten, weil keine festen Termine anstehen und man sich die Zeit selbst einteilen kann. Diese Freiheit genieße ich sehr. Hoffentlich gelingt es mir/uns, ein Stück davon zu bewahren, wenn alles wieder im Normalbetrieb läuft.

    Julia B.

  • add Sonntag

    Schlagartig bestimmt ein Virus unser Leben im privaten und beruflichen Alltag. Meist nehmen wir nur die schlechten Seiten einer belastenden oder einschränkenden Situation wahr. Die Kunst liegt darin, auch einer Krise Positives abzugewinnen, um selbst positiv durchs Leben zu gehen. Dies gilt für alle kleinen und großen Krisen - ob privater oder beruflicher Natur. Ich sehe das mehr als grundsätzliche Lebenseinstellung, aber der Mechanismus wirkt natürlich auch in Zeiten von Corona. Machen wir uns deutlich was wir neben den täglichen Infiziertenzahlen und Einzelschicksalen aktuell noch sehen: Eine Welle der Solidarität zum Beispiel oder neue Formen von Kommunikation und der Bildung. All das würde ich gerne auch nach der Corona sehen - gerne als neuen Standard. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Ich treffe Geschäftspartner aus dem ganzen Bundesgebiet aktuell ausschließlich virtuell. Die Zeit (von der ich immer zu wenig habe), die ich in der Vergangenheit auf der Straße, der Bahn oder im Flugzeug verbracht habe, kann ich aktuell für Vor- und Nachbereitung nutzen. Das wiederum bedeutet mehr Zeit für die Familie - ein echter Mehrwert! Ganz nebenbei steigt durch die Corona-Maßnahmen auch die Wertschätzung von bis dato als normal eingestuften Dingen, wie das Treffen mit Freunden oder der Betreuung der Kinder durch die Großeltern. Sie sehen - alles Schlechte hat auch etwas Gutes! In diesem Sinne: Bleiben Sie positiv!

    Frank S.

Tischgebete

In diesen Wochen haben viele Menschen Zeit, um selbst zu kochen und um bewusster zu genießen. Da ist es Zeit, Gott für seine Gaben zu danken. Für jeden Tag der Woche stellt ein Gemeindeglied oder eine unserer Kirchengemeinde verbundene Person ihr Lieblingstischgebet vor und ermuntert Sie mitzubeten:

  • add Montag

    Jedes Tierlein hat sein Essen
    Jedes Blümlein trinkt von Dir
    Hast auch Du mich nicht vergessen
    Lieber Gott ich danke Dir. Amen

    Dies ist unser Lieblingstischgebet; jeder kann es sprechen, ob klein, ob groß. Es fasst auf einfache Weise zusammen, wie der liebe Gott sich umfassend um alle Lebewesen sorgt. Fröhlich gesprochen sorgt es direkt für gute Laune beim Essen.

    Familie R.

  • add Dienstag

    Der du der Erde Brot gegessen,
    mit Sündern hast zu Tisch gesessen,
    Herr Jesu, komm und mach uns satt,
    dass Leib und Seel Genüge hat. Amen

    Mein Lieblingslied als Tischgebet ist aus „Kommt atmet auf“, dem bayerischer Ergänzungsband zum Gesangbuch. Es ist ein Kanon und würde sich auch bei einem Gemeindefest eignen. Vielleicht können wir das mal ins Auge fassen und uns darauf freuen, wenn es wieder möglich ist.

    Hannelore C.

  • add Mittwoch

    Komm Herr Jesus sei unser Gast
    und segne alles, was du uns bescheret hast. Amen

    Dieses Tischgebet sprechen wir seit meiner Kindheit in der Familie. Somit kann man von einer kleinen Familientradition sprechen, da das auch das Kindheitstischgebet meiner Frau war und wir das somit mit unseren Kindern fortführen.

    Michael N.

  • add Donnerstag

    Für dich und für mich ist der Tisch gedeckt,
    habe Dank lieber Gott, dass es uns gut schmeckt. Amen

    Mein Lieblingstischgebet können wir in Coronazeiten besonders gut nutzen. Man fasst sich nicht an den Händen sondern klatscht rhythmisch abwechselnd einmal in die Hände und einmal auf den Tisch.
    Im Kindergarten bekam ich nach 7 1/2 Jahren eine neue Kollegin, die eine absolute Gebetserhörung und eine unglaublich starke Christin ist. Sie hat es mitgebracht und die Kinder alle damit begeistert.

    Petra G.

  • add Freitag

    Lieber Gott, du weißt Bescheid:
    Wer Hunger hat, hat keine Zeit!
    Heute hab ich glatt vergessen,
    dir zu danken vor dem Essen.
    Magen voll und Teller leer,
    dank ich dir halt hinterher! Amen

    Auch wenn ich im Allgemeinen meine Tischgebete frei formuliere, finde ich dieses Tischgebet manchmal hilfreich und angebracht sein. Natürlich mit einem Augenzwinkern…

    Kirsten F.

  • add Samstag

    Alle guten Gaben,
    alles was wir haben,
    kommt oh Gott von dir,
    wir danken dir dafür. Amen

    Bei uns zu Hause gab und gibt es eigentlich nur das eine Tischgebet. Ich kann mich erinnern, dass ich schon als ganz kleines Kind vor jedem Essen die Hände von Oma und Mama und später die von Mama und einem meiner kleinen Geschwister gehalten habe. Dann sprachen wir gemeinsam immer das gleiche Gebet. Nachdem wir dann die Hände losgelassen hatten, setzte meine Oma dazu: „Wir wollen nicht vergessen, ganz ordentlich zu essen.“

    Im Laufe der Jahre haben wir andere Gebete gelernt, aber eigentlich ist es bei uns zu Hause immer noch dieses Gebet, das wir fast immer sprechen. Da meine Oma längst verstorben ist, übernimmt den zweiten Spruch nun entweder meine Mutter oder jemand anderer am Tisch.

    Heidi K.

  • add Sonntag

    Das folgende Tischgebet gefällt gleich zwei Personen am Besten:

    Vater segene diese Speise
    uns zur Kraft und dir zum Preise. Amen

    Mit diesem Tischgebet verbinde ich, dass Gott uns großzügig beschenkt. Gott gibt uns alles was wir brauchen und Gott gibt uns seine Liebe. Mit diesem Gebet möchte ich auch Dankbarkeit ausdrücken. Seit ich alleine bin erlebe ich das viel bewusster.
    Helga E.

    Als Kind konnte ich nicht begreifen, warum meine Eltern immer dieses Gebet vor dem Essen gesprochen haben. Ich fand es einfach "langweilig" und warum auch dreimal am Tag das gleiche Tischgebet? Ich konnte nicht anders und stellte meinem Vater die Frage: Wozu und warum immer das Gebet -Segne diese Speise? In aller Ruhe teilte mir mein Vater seine Gedankengänge mit: Weißt du, vielleicht ist zum Beispiel der Landwirt bei seiner Arbeit und Ernte über irgendetwas verärgert oder es klappt nicht so wie er will und er flucht über seine Arbeit. Deshalb bitte ich Gott, dass er diese Speise segnet und sie uns Kraft gibt und danke ihm dafür. Ich habe damals den Inhalt des Gebetes verstanden und bete es heute noch sehr gerne.
    Renate U.

Berufungsgeschichten

In der Bibel kann man viele spannende Berufungsgeschichten lesen. Dort wird berichtet, wie Propheten von Gott berufen wurden. Weniger spektakulär ging es da bei den Pfarrern und pastoralen Mitarbeitenden im Illertal zu. Für jeden Tag der Woche berichtet eine Person wie es dazu kam, dass er oder sie Pfarrer, Pastoralreferent(in) oder Gemeindereferentin wurde und warum er oder sie in Dietenheim oder Illerrieden wirkt.

  • add Montag

    Ich wollte als Gymnasiast Chemiker werden, doch bei der Aufnahmeprüfung an der Uni bin ich durchgefallen. So begann ich Theologie zu studieren und bin dabeigeblieben. Das war meines Erachtens Gottes Wille. Ich habe es nie bereut.

    Dass ich zwischen 1991 und 2013 Pfarrer in Dietenheim wurde, war nicht mein Plan. Mir wurde die freigewordene Stelle vom Oberkirchenrat angeboten und der KGR von damals hat mich akzeptiert bzw. gewählt. Zwei Versuche nach etwa 12 Jahren mich anderswo zu bewerben schlugen fehl. So bin ich bis zum Ruhestand in Dietenheim geblieben, was ich auch nie bereut habe!

    Bei meiner Ordination habe ich den Bibelspruch bekommen: "Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm" (1. Joh.4, 16,b). Dieses Wort begleitet mich bis heute...

    Pfarrer i.R. Paul V.

  • add Dienstag

    Ich bin Gemeindereferentin geworden, weil ich aus einer religiösen Familie komme und mich schon immer gerne in der Kirchengemeinde engagiert und für den Glauben interessiert habe. Es macht mir viel Freude, mit Menschen zusammen zu arbeiten und besonders Kindern und Familien von Gott und Jesus zu erzählen und meinen Glauben im Alltag so zu leben, dass Menschen überrascht sind, dass Glauben so viel Freude machen kann und ich sie dadurch eventuell für Gott begeistern lassen.

    Ich bin gebürtig aus dem Ruhrgebiet (also aus dem Westen Deutschlands) und dort in Gelsenkirchen aufgewachsen.  Als mein Mann und ich 2004 geheiratet haben, haben wir einen Ort gesucht, an dem wir beide einen Arbeitsplatz in unseren Berufen finden. Eine 100% Stelle im Umkreis von Ulm gab es für mich nur in der Seelsorgeeinheit Dietenheim-Illerrieden. Welch ein Glück für uns. Wir wohnen sehr gerne hier.

    Bei unserer Beauftragungsfeier zur Gemeindereferentin hatten wir die Bibelgeschichte von Elijas Begegnung mit Gott auf dem Berg Horeb. Seitdem begleitet mich der Bibelvers: “Steh auf und iss. […] Geh deinen Weg durch die Wüste zurück.“ (1 Könige 19,7.15)

    Gemeindereferentin Michaela H.

  • add Mittwoch

    Schon als Kindergartenkind war ich in der Kirche zuhause – im Gebäude und in der Institution. Da habe ich mich wohlgefühlt. Da habe ich mich ausgekannt. Da bin ich gerne hingegangen. Egal, ob es der Kindergottesdienst war oder der Gottesdienst für die Erwachsenen. Als ich größer wurde besuchte ich die Jungschar, nach der Konfirmation einen Schülerbibelkreis und einen Jugendchor. Schon früh befasste ich mich mit der Frage, dass der Pfarrberuf für mich in Frage kommen könnte. Eigentlich hätte ich die Bäckerei meiner Eltern übernehmen sollen. Klarheit Pfarrer zu werden bekam ich bei einem einjährigen Aufenthalt in Kalifornien im Alter von 17 Jahren.

    Nach dem Vikariat in der Ulmer Münstergemeinde wurde ich vom Oberkirchenrat als Pfarrverweser nach Wain geschickt. Meine Frau und ich haben uns dort von Anfang an sehr wohl gefühlt: Die Kirchengemeinde und der Kirchengemeinderat brachten uns sehr viel Wertschätzung entgegen, auch Dankbarkeit, dass die lange Vakatur zu Ende ging. Die schöne Michaelskirche, das einladende Gemeindehaus, das gemeinsame Ziehen an einem Strang haben uns imponiert. Geplant waren 2-3 Jahre in Wain. Nun sind es 35 Jahre geworden! Es passt immer noch!

    Geprägt und begleitet hat mich mein Konfirmationsspruch aus Jesaja 43, 1: So spricht der Herr, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! – Von Kindesbeinen an habe ich mich von Gott angenommen gewusst und meist auch gefühlt. Das schenkt einem Leben Gewissheit und Mut und nimmt die Angst. So kann man sich auch ganz selbstbewusst in den Dienst für das Reich Gottes und der Kirche stellen (lassen).

    Pfarrer Ernst E. aus Wain

  • add Donnerstag

    Als junger Erwachsener habe ich erfahren dürfen, wie lebens-not-wendig die persönliche Beziehung zu Gott sein kann; dass Gott mir helfen kann, so Mensch zu werden, wie er mich geschaffen hat. Als Pastoralreferent und Seelsorger möchte ich diese Erfahrung weitergeben und Raum für die Begegnung von Gott und Mensch ermöglichen.

    Meine Frau und ich stammen aus der Stadt, haben aber während unseres Studiums im Klosterdorf Benediktbeuern das Landleben lieben gelernt. Daher strebten wir eine Stelle im ländlichen Bereich an, die aber auch Zugang zu den wichtigsten Einrichtungen bietet.

    Mein Beauftragungsspruch für die Seelsorge ist „Segen sein, weil sein Segen überfließt“ (vgl. 1. Mose/Gen 12, 2). Dieser Satz bedeutet für mich Ermutigung zum Aufbruch aber auch Gelassenheit; Ermutigung, gemeinsam Gottes Segen zu suchen und ihm Raum zu schaffen, damit Leben gelingt. Gelassenheit, weil ich nur das an Segen geben kann, was ich zuvor aus Seiner Quelle empfangen habe.  

    Pastoralreferent Horst K.

  • add Freitag

    Ich bin in Schwäbisch Hall geboren und in einer Hohenlohischen Bauernfamilie aufgewachsen. Da gibt es im Wesentlichen nur drei berufliche Perspektiven: Man bekommt den Bauernhof der Eltern, man heiratet in einen Bauernhof ein oder man wird Straßenbahnschaffner in Stuttgart. Da alle drei Optionen für mich nicht in Frage kamen, entschied ich mich für die vierte Option: Pfarrer zu werden. Schon als Kind war ich in der Kirche aktiv. Bis zur Konfirmation ging ich in die Kinderkirche, danach habe ich die Kinderkirche geleitet. Im Posaunenchor habe ich entdeckt, wie schön es ist gemeinsam Musik zu machen und habe die Jungbläser (den Posaunenchornachwuchs) ausgebildet. Ähnlich war es mit dem Jugendkreis und der Jungschar. Ich bin quasi in der Kirche groß geworden und konnte mich dort mit meinen Gaben einbringen. Als Jugendlicher und junger Erwachsener war ich in den meisten Ferien und an vielen Wochenenden im Leitungsteam auf Jugendfahrten und Freizeiten dabei. Da wurde aus dem Hobby der Beruf.

    „Der Liebe wegen“ kam ich nach Dietenheim. Meine Frau hat damals in Ulm gearbeitet und so habe ich eine Stelle in Ulm oder um Ulm oder um Ulm herum gesucht. Prälatin Wulz hat mich auf Dietenheim aufmerksam gemacht und die Stellenausschreibung klang sehr interessant. Von Anfang an habe ich mich auf der Pfarrstelle in Dietenheim sehr wohl gefühlt. Unsere beiden jüngeren Kinder sind hier geboren und als Familie leben wir sehr gerne hier. Der Ort und seine Menschen sind uns ans Herz gewachsen.

    Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht (Psalm 36,10). Dieser Bibelvers erinnert mich daran, warum wir Gottesdienste feiern und warum es die Kirche überhaupt gibt. Die Kirche ist kein Selbstzweck, sondern weißt auf Gott hin. Gott ist die Quelle von der das Leben kommt. In Gottes Licht können Menschen aufleben und sich entfalten. Hier spüren sie, dass sie wertvoll sind und dass Gott sie liebt. Das ist ein Leitfaden für meine Arbeit.

    Pfarrer Thomas B.

  • add Samstag

    „Zur Freiheit befreit, zur Freiheit berufen“ – unter diesem Motto wurde ich im Juni 2013 von Bischof Gebhard Fürst zum Dienst als Pastoralreferentin beauftragt. Der Glaube an Jesus Christus macht mich frei und kann Hoffnung geben. Das darf mir sogar in dieser schwierigen Corona-Krise neu bewusstwerden. Trotz aller Einschränkungen sind wir frei, Jesus hat uns durch seinen Tod befreit und beruft mich immer neu zur Freiheit im Glauben und im Dienst für und an ihm.

    Mein Weg zu dieser Berufung begann in der kirchlichen Jugendarbeit. Von meiner Erstkommunion bis zum Abitur war ich Ministrantin und durfte in der Kirchengemeinde viele positiven Erfahrungen sammeln und tolle pastorale Mitarbeiter kennenlernen. Diese beiden Aspekte sowie die Gewissheit, dass mich der Glaube in allen Lebenslagen tragen kann, bestärkten mich in meinem Entschluss, das Studium der Theologie und der Sozialpädagogik in Benediktbeuern zu beginnen und dann später als Pastoralreferentin für andere Menschen da zu sein.

    Nach dem Studium folgte die Phase der dreijährigen Assistenzzeit, die ich in Schwäbisch Gmünd verbringen durfte. Im Anschluss an die Zweite Dienstprüfung ging ich für ein Jahr in Elternzeit und begann dann zusammen mit meinem Mann im September 2014 meinen Dienst als Pastoralreferentin in der Seelsorgeeinheit Dietenheim-Illerrieden. Ich freue mich, hier sein zu dürfen und mit Ihnen und Euch auf vielfältige Weise zusammen den Weg des Glaubens zu gehen und zu gestalten.

    Pastoralreferentin Theresia K.

  • add Sonntag

    Ich bin Pfarrer geworden, weil mich viele Pfarrer in der Jugend begeistert haben und ich diesen Beruf mit dem Dienst am Menschen - groß und klein - als Berufung sehe und erlebe. Durch die Jugendarbeit, Ministrantsein, Gruppenleiter.... wurde ich immer wieder in meiner Entscheidung/Berufung gestärkt.  Ich finde, es gibt keinen vielseitigeren Beruf als Priester.

    Als die Frage eines Wechsels anstand, habe ich geschaut, wo eine Stelle frei ist. Ich wollte in keine Großstadt und in kein Diasporagebiet.  Dietenheim war frei und so habe ich mich um Dietenheim beworben und die Stelle erhalten.

    Als Primizspruch habe ich bzw. unser Kurs gewählt: "Hier bin ich - sende mich."  (Jesaja 6,8) Auch beim 40-jährigen Priesterjubiläum war dieser Vers nach wie vor das Thema. Dazu gibt es auch ein schönes Bild von Sieger Köder.

    Pfarrer Gerhard B.

Lieblingsbibelvers

Gottes Wort inspiriert. Manche Menschen haben einen Bibelvers, der sie in ihrem Alltag begleitet. Dies kann jeder Tag ein anderer Bibelvers sein, über den sie nachdenken. Zum Beispiel ein Bibelvers der Herrnhuter Losungen. Andere haben einen Bibelvers, wie den Taufspruch, den Konfirmationsspruch oder den Trauspruch der sie immer wieder beschäftigt. Wieder andere sind per Zufall auf einen Bibelvers gestoßen, der sie nicht mehr loslässt. Hier berichten einige Gemeindeglieder von ihrem Lieblingsbibelvers. Wir möchten ihnen Mut machen, jeweils einen Tag lang über einen Bibelvers nachzudenken.

P.S.: Noch kein eigener Lieblings-Bibelvers? Wir empfehlen die Webseite www.konfispruch.de Sie ist nicht nur für Konfis geeignet, sondern auch für Menschen, die dem Konfialter bereits entwachsen sind.

  • add Montag

    Römer 8, 38-39: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“

    Dies ist einer meiner Lieblingsbibelverse. Die Aussage des Verses gibt mir die Gewissheit, dass Gott an meiner Seite steht, egal wie die Umstände aussehen. Das hat mir in schweren Zeiten schon mehrfach Basis, Kraft zum Durchhalten und Zuversicht gegeben.

    Kirsten F.

  • add Dienstag

    Matthäus 6,26: Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?

    Es gab in meinem Leben eine Phase in der ich nichts von Jesus wusste und die Frage in mir entstand, ob es Gott überhaupt gibt. Da sagte ein Freund zu mir: Vertrau einfach auf Gott so wie es Jesus seinen Jüngern sagte:

    Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? (Matthäus 6,26)

    Das habe ich dann ganz naiv so ausprobiert und erfahren, wie sich Schritt für Schritt Türen aufgetan haben und er für mich sorgt. Auch heute wird mir immer wieder der Bibelvers gegenwärtig, wie einfach es ist, Jesus zu vertrauen. So spüre und erfahre ich, wie Jesus mir begegnet und und mich durchs Leben trägt.

    Jürgen B.

  • add Mittwoch

    Sehet, welch große Liebe uns der Vater dadurch erwiesen hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen, und wir sind es auch. (1. Johannes 3,1)

    Dieser Bibelvers beschäftigt mich momentan. Ich habe mich in die Rolle eines Kindes hineinversetzt und bin erstaunt was das alles bedeutet: Nähe, Schutz, Wärme, Geborgenheit, Sicherheit. Ich darf ein Kind sein – du bist mein geliebtes Kind - ich werde angenommen und darf mit meinen Sorgen und Nöten, aber auch mit meiner erlebten Freude jederzeit zu Gott kommen und ihm alles mittteilen. Dies ist ein wunderbares Geschenk für mich.

    Renate U.

  • add Donnerstag

    Weise mir Herr deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit. Erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte. (Psalm 86,11)

    Diesen Bibelvers haben mein Mann und ich bei unserer Hochzeit erhalten und seitdem begleitet uns dieser Vers. Es geht nicht darum, dass ich meine eigenen Wege gehen kann, sondern dass ich den Weg gehe, den Gott für mich gedacht und für mich vorgesehen hat. Dieser Weg führt in Gottes Wahrheit, die viel größer ist als meine Wahrheit.

    Ingrid G.

  • add Freitag

    Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen (Psalm 92,2)

    Kann man danken und Gott loben in dieser schweren Zeit der Coronapandemie? Wäre es nicht eher angebracht in dieser Situation zu jammern und zu klagen? Danken und Loben geben uns eine neue Perspektive. Trauen wir es Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, zu, dass er uns durch unsere schwierige Situation durchbringt? Gott sei Dank, er tut es!

    H.R.

  • add Samstag

    „Jünglinge werden müde und matt und Männer straucheln und fallen, aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden“. (Jesaja 40,30+31)

    Das ist mein Lieblingsbibelvers. Als ich vor über 40 Jahren die Leitung des Jugendkreises in Balzheim übernommen habe, hat mein Vorgänger mir diesen Bibelvers als Begleitung für die Aufgabe geschenkt. Bis heute bin ich dafür dankbar und der Vers begleitet mich auch im „Straucheln, müde werden und fallen“. Das ist eine großartige Verheißung Gottes an sein Volk Israel und an alle die an Ihm festhalten, sich an Ihn hängen und sich auf Ihn verlassen.

    In der christlichen Jugend- und Gemeindearbeit, wie auch einfach im Leben, als Mitarbeiter in der Kirche, Berufstätiger, Ehemann, Opa, …. oder Prädikant erlebe ich das Auf und Ab, die Freude, den Erfolg und auch manche Enttäuschungen. ABER immer spüre ich das GETRAGEN sein und den AUFWIND, den ein Adler erfährt, indem er - einfach nur - seine Flügel ausbreitet. Gottes und Jesu Kraft trägt! Manchmal, so Gott will, hoch hinauf oder gerade noch um nicht zu fallen.

    Ich vertraue diesem ABER Gottes, diesen Möglichkeiten und dem Wirken Jesu, auch mitten in der Corona-Krise.

    Prädikant Rudi S.

  • add Sonntag

    Sprüche 3, 5-6: Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.

    Dieser Bibelvers ist mein Lieblingsspruch, denn es ist mein Konfirmationsspruch. Unser damaliger Pfarrer hatte erst Zweifel, ob er den Spruch in voller Länge auf meine Konfirmationsurkunde schreiben kann (musste damals ja noch von Hand geschrieben werden), aber er hat mir meinen Wunsch dann doch erfüllt und mir diesen Spruch gewidmet. Er hat mich seitdem mein ganzes Leben begleitet und war mir in schwierigen Zeiten immer Trost und Zuversicht. Auch in diesen Tagen kommt mir der Spruch immer wieder in den Sinn und ich vertraue darauf, dass unser HERR alles zu einem guten Ende führen wird.

    Martina B.

Lieblingslieder aus dem Gesangbuch

"Singen tut Körper und Seele gut". Diese alte Volksweisheit haben Wissenschaftler untersucht und festgestellt: Singen stärkt tatsächlich die Abwehrkräfte und auch die Psyche. Singen ist gut für Herz, Lunge, allgemeine Fitness und für das Immunsystem. Nehmen Sie einmal das Gesangbuch zur Hand und singen Sie aus Leibeskräften mit.

Doch mit welchem Lied beginnt man am besten? Mit der Nummer eins im Gesangbuch eher nicht, denn das Adventslied „Macht hoch die Tür“ passt momentan nicht so recht. Wir haben die Profis gefragt. Die Musiker und Organisten unserer Kirchengemeinde stellen hier für jeden Tag der Woche ihre Lieblingslieder vor und erzählen, warum es sich lohnt, dieses Lied zu singen:

  • add Montag

    Organistin Annegret S.:

    Mein Lieblingslied in der Osterzeit ist „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“. Ich mag dieses Lied wegen der Freude, die im Text und in der schwungvollen Melodie im 6/4 Takt zum Ausdruck kommt. Es ist ein wunderbarer Text zu Ostern und in unserer momentanen Zeit der Corona Krise. Trotzdem, trotz allem - Jesus hat den Tod besiegt und lebt. Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort!

     

    1. Auf, auf, mein Herz, mit Freuden

    nimm wahr, was heut geschicht;

    wie kommt nach großem Leiden

    nun ein so großes Licht!

    Mein Heiland war gelegt

    da, wo man uns hinträgt,

    wenn von uns unser Geist

    gen Himmel ist gereist.

     

    8. Er bringt mich an die Pforten,

    die in den Himmel führt,

    daran mit güldnen Worten

    der Reim gelesen wird:

    Wer dort wird mit verhöhnt,

    wird hier auch mit gekrönt;

    wer dort mit sterben geht,

    wird hier auch mit erhöht.

     

    Zum Mitsingen: Evangelisches Gesangbuch Nummer No. 112

  • add Dienstag

    Organistin Hannelore C.:

    Einer meiner Lieblingschoräle in der Passionszeit ist „Nun gehören unsre Herzen“. Zum einen beeindruckt natürlich die Zuversicht in der Entstehungszeit (1938) „Ja, du machst einst alles neu“ zum anderen gefällt mir die Melodie: sie lässt sich sehr gut singen und prägt sich gut ein. Der Text ist auch in der Coronazeit tröstlich.

     

    1. Nun gehören unsre Herzen

    ganz dem Mann von Golgatha,

    der in bittern Todesschmerzen

    das Geheimnis Gottes sah,

    das Geheimnis des Gerichtes

    über aller Menschen Schuld,

    das Geheimnis neuen Lichtes

    aus des Vaters ewger Huld.

     

    4. Schweigen müssen nun die Feinde

    vor dem Sieg von Golgatha.

    Die begnadigte Gemeinde

    sagt zu Christi Wegen: Ja!

    Ja, wir danken deinen Schmerzen;

    ja, wir preisen deine Treu;

    ja, wir dienen dir von Herzen;

    ja, du machst einst alles neu.

     

    Zum Mitsingen: Evangelisches Gesangbuch Nummer No. 93

  • add Mittwoch

    Sängerin Ulrike D.:

    Ich liebe das Lied "Wer nur den lieben Gott lässt walten". Zum einen mag ich die einfache Melodie. Sie berührt mein Herz. Das Lied wurde kurz nach der schrecklichen Zeit des Dreißigjährigen Krieges geschrieben. Es spricht so viel Gelassenheit und Vertrauen aus diesen Zeilen. Meine Lieblingsstrophe ist natürlich die Letzte. Ich singe ja eh viel und gerne.

     

    1. Wer nur den lieben Gott lässt walten

    und hoffet auf ihn allezeit,

    den wird er wunderbar erhalten

    in aller Not und Traurigkeit.

    Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,

    der hat auf keinen Sand gebaut.

     

    7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,

    verricht das Deine nur getreu

    und trau des Himmels reichem Segen,

    so wird er bei dir werden neu.

    Denn welcher seine Zuversicht

    auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

     

    Zum Mitsingen: Evangelisches Gesangbuch No. 369 / katholisches Gotteslob No. 424

  • add Donnerstag

    Organistin und Posaunenchorleiterin Renate U.:

    Mein Lieblingslied aus dem Gesangbuch ist „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“. Ich finde, dass es sehr gut in die jetzige Zeit passt. Es drückt Gottvertrauen aus. Ich bin dankbar, dass ich mich so an Gott wenden und Gott um Bewahrung bitten darf.

     

    1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,

    sei mit uns auf unsern Wegen.

    Sei Quelle und Brot in Wüstennot,

    sei um uns mit deinem Segen.

     

    4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,

    sei mit uns durch deinen Segen.

    Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,

    sei um uns auf unsern Wegen.

     

    Zum Mitsingen: Evangelisches Gesangbuch No. 117 / katholisches Gotteslob No. 453

  • add Freitag

    Freitag – Organistin Renate F.:

    Mein Lieblingslied ist „Du meine Seele singe.“ Ich sehe darin die Aufforderung an mich und meine Seele trotz allem fröhlich zu sein. Diese Worte sprechen mit total an: Trotz allem was geschieht darf ich fröhlich sein. Die Fröhlichkeit ist in uns veranlagt. Das Leben besteht nicht nur aus Gefahr und dem Corona-Virus.

     

    1. Du meine Seele, singe,

    wohlauf und singe schön

    dem, welchem alle Dinge

    zu Dienst und Willen stehn.

    Ich will den Herren droben

    hier preisen auf der Erd;

    ich will ihn herzlich loben,

    solang ich leben werd.

     

    8. Ach ich bin viel zu wenig,

    zu rühmen seinen Ruhm;

    der Herr allein ist König,

    ich eine welke Blum.

    Jedoch weil ich gehöre

    gen Zion in sein Zelt,

    ist’s billig, dass ich mehre

    sein Lob vor aller Welt.

     

    Zum Mitsingen: Evangelisches Gesangbuch Nummer 302

  • add Samstag

    Organist Stefan R.:

    Mein Lieblingslied aus dem Gesangbuch ist „Nun danket alle Gott“. Schon mein Großvater war Organist. Ihm hat dieses Lied in schweren Zeiten geholfen. Trotz des Krieges und in der russischen Gefangenschaft hat er die Hoffnung und den Lebensmut nie verloren.

    Als Jugendlicher konnte ich mit den Erzählungen meines Opas wenig anfangen. Doch mittlerweile spricht mich das Lied immer mehr an und ich bin überzeugt, dass die Worte auch heute noch gelten. Ich bin dankbar, dass es meiner Familie gut geht, dass ich gesund bin und einen guten Beruf habe.

     

    1. Nun danket alle Gott

    mit Herzen, Mund und Händen,

    der große Dinge tut

    an uns und allen Enden,

    der uns von Mutterleib

    und Kindesbeinen an

    unzählig viel zugut

    bis hierher hat getan.

     

    2. Der ewigreiche Gott

    woll uns bei unserm Leben

    ein immer fröhlich Herz

    und edlen Frieden geben

    und uns in seiner Gnad

    erhalten fort und fort

    und uns aus aller Not

    erlösen hier und dort.

     

    Zum Mitsingen: Evangelisches Gesangbuch No. 321 / katholisches Gotteslob No. 405

  • add Sonntag

    Gerhard B.*:

    Mein Lieblingslied im Gesangbuch ist „Lobe den Herren“. Zum einen gefällt mir die Melodie. Gerade ist mir die Zeile „der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet“ besonders wichtig. Es zeigt mir, dass Gott uns gut durch die Krisen des Lebens hindurchführt. Gott hilft mir, dass ich auf Gott vertrauen kann. Dafür möchte ich Gott loben und danken.

     

    1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,

    lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.

    Kommet zuhauf,

    Psalter und Harfe, wacht auf,

    lasset den Lobgesang hören!

     

    2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,

    der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,

    der dich erhält,

    wie es dir selber gefällt;

    hast du nicht dieses verspüret?

     

    Zum Mitsingen: Evangelisches Gesangbuch No. 316 / katholisches Gotteslob No. 392

     

    *Anmerkung der Redaktion: Gerhard B. ist kein Musiker unserer Kirchengemeinde, sondern der Chef der katholischen Kirchengemeinde. Er lässt die Welt an seinem Lieblingslied teilhaben, indem er mit dem Autokennzeichen UL - GB 392 zu seinen Gemeindegliedern fährt (392 ist die Nummer seines Lieblingsliedes im katholischen Gotteslob). Das Redaktionsteam versucht ihn zu überzeugen, dass er als Zeichen der ökumenischen Verbundenheit sich ein Zweitauto mit dem Kennzeichen UL - GB 316 zulegt (316 ist die Nummer seines Lieblingsliedes im evangelischen Gesangbuch). Doch bisher hatten unsere Bemühungen leider wenig Erfolg...

Spannende Geschichten aus der Bibel

In diesen Tagen kommen viele Menschen zum Lesen. Die Bibel steckt voller spannender Geschichten. Für jeden Tag der Woche kommt ein Vorschlag, für eine spannende Erzählung: Einige Gemeindeglieder stellen ihre Lieblingsgeschichte von und beschreiben, was ihnen an dieser Bibelstelle gefällt. Von Thomas Breitkreuz wurden diese Geschichten mit einem Gebetsvorschlag ergänzt:

  • add Montag

    Ulrike D.:

    Eine meiner Lieblingsgeschichten ist die von Samuel aus dem Alten Testament. Wir hatten eine Kinderbibel mit schönen Bildern. Samuel war da als schöner Knabe abgebildet, wie er nachts aufsteht und zu Eli geht, weil er meint, dass er ihn gerufen hat. Ich hätte Gottes Stimme auch gerne so deutlich gehört wie Samuel. Und was für ein toller Prophet er dann wurde. Gerade in so schwierigen Zeiten wie jetzt würde ich mir manchmal wünschen Gottes Stimme lauter zu hören.

    Die biblische Geschichte zum Nachlesen: 1. Samuel 3,1-21

    Gebet: Gott du rufst uns Menschen. Du sprichst auch heute durch die Bibel zu uns. Du gibst uns Orientierung und zeigst uns einen Weg, den wir gehen können. Manchmal überhören wir dich oder können deine Stimme nicht so recht zuordnen. Hilf uns, dass wir im Gewirr der Stimmen auf dich hören können. Amen.

  • add Dienstag

    Hannelore C.:

    Eine meiner Lieblingsgeschichten ist die vom 12-jährigem Jesus im Tempel in Jerusalem. Die Eltern sind ja wohl jedes Jahr von Nazareth nach Jerusalem gewandert und da es in Nazareth aus geistiger Sicht wohl eher langweilig war, kann ich mir vorstellen, dass der junge Jesus sich lange auf den Ausflug gefreut hat und sich vorgenommen hat, seine Gedanken mit den Schriftgelehrten zu teilen. Für die Eltern war es natürlich stressig, aber ein Kind von 12 Jahren war ja in damaliger Zeit schon fast erwachsen.

    Die biblische Geschichte zum Nachlesen: Lukas 2,41-52

    Gebet: Jesus, auch du warst ein Kind, das erwachsen wurde. Wir bitten dich für alle Jugendlichen, die in diesen Tagen zu Hause bleiben müssen und ihre Freunde nicht sehen können. Wir bitten dich für alle Eltern, die ihre Kinder beim Erwachsenwerden begleiten. Schenke ihnen Liebe und Geduld füreinander. Zeige Ihnen wieviel Freiräume möglich sind und wo Grenzen gebraucht werden. Amen

  • add Mittwoch

    Gerhard K.:

    Mein Lieblingstext ist der Schöpfungsbericht in der Bibel. Die Menschen hatten damals ganz andere Vorstellungen von der Welt als wir Menschen heute. Dennoch sind viele Ansichten der Bibel identisch mit den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
    Die Schöpfungsgeschichte sollte uns allen zu einer großen Tier- und Umweltliebe führen, damit wir die Welt nicht nur bebauen, sondern vor allem auch bewahren und nicht zu sehr in die Kreisläufe der Natur eingreifen.
    Kritisch sehe ich den Aufruf Gottes an die Menschen, fruchtbar zu sein und sich zu mehren. Das war damals, als die Bibel geschrieben wurde, sicherlich richtig. Doch heute stellt es uns vor große Probleme.

    Die biblische Geschichte zum Nachlesen: 1. Mose (Genesis) 1,1-2,4

    Gebet: Als Christinnen und Christen vertrauen wir darauf, dass du, Gott, die Welt geschaffen hast. Du sagst: Es ist sehr gut. Wir danken dir für die Natur und die Umwelt. Wir danken dir, dass auf den Feldern genügend zu Essen wächst. Du machst Menschen und Tiere satt. Wir bitten dich, zeige und einen guten Weg, wie wir mit unserer Umwelt umgehen können. Hilf uns zu einem respektvollen Umgang und leite uns, damit wir die Erde nicht nur bebauen, sondern auch bewahren. Amen.

  • add Donnerstag

    Familie B.:

    Familie B. gefällt die Geschichte von Jesus und dem Zöllner Zachäus besonders gut.

    Benedikt B. (2 Jahre): Ich mag das Bild in meiner Kinderbibel.

    Thomas B.: Ich finde faszinierend, wie Jesus den Zöllner Zachäus behandelt. Die Menschen zeigen Zachäus jeden Tag: „Wir wollen mit dir nichts zu tun haben, denn du bist ein wertloses Stück Dreck.“ Doch Jesus zeigt Zachäus: „Du bist es wert, dass ich zu dir zu Besuch komme.“ Diese Begegnung verändert Zachäus und es stellt sein ganzes Leben auf den Kopf.

    Die biblische Geschichte zum Nachlesen: Lukas 19,1-10

    Gebet: Jesus, du gehst auf die Menschen zu, die am Rand der Gesellschaft stehen. Zu zeigst allen Menschen, dass sie Gottes geliebte Kinder sind und dass sie so zu dir kommen dürfen, wie sie sind. Und doch muss niemand so bleiben wie er oder sie ist. Du hast dem Zachäus einen Neuanfang ermöglicht. Du hast ihm geholfen in die Gemeinschaft zurückzufinden. So bitten wir dich: komm du zu uns und zu allen Menschen, in deren Leben etwas schiefläuft. Hilf uns neu anzufangen. Amen.

  • add Freitag

    Ulrike und Martin R.:

    Wir waren uns bald einig, dass uns in dieser anstrengenden Zeit die Geschichte von der Hochzeit in Kana anspricht! Jesus rettet den Bräutigam vor der Blamage und verwandelt Wasser in erstklassigen Wein: 700 Liter, das ist viel mehr als irgendjemand trinken kann. Das Bild der Hochzeit zeigt Glaube, Freude und Hoffnung auf eine humorvolle Weise. Außerdem trinken wir auch sehr gerne einen guten Tropfen.

    Die biblische Geschichte zum Nachlesen: Johannes 2, 1-11

    Gebet: Jesus, du hast gerne mit den Menschen gefeiert, gegessen und getrunken. Wo du bist, da leiden wir keinen Mangel. Glaube, Freude und Hoffnung gehören eng zusammen. Wir bitten dich, schenke uns, dass uns in diesen Tagen weder der Wein ausgeht, noch der Glaube und das Vertrauen, dass du unser Leben und die ganze Welt in deinen Händen hältst. Gib uns Gelassenheit und viele Gründe zum Feiern. Amen.

  • add Samstag

    Mercedes S.:

    Mir gefällt die Geschichte von Mose und den zehn Plagen sehr gut, denn sie ist total abgefahren: Mose will sein Volk in die Freiheit führen, doch der Pharao lässt sie nicht ziehen. Daher sendet Gott die Plagen. Da steckt viel Action drin und Gott zeigt dem Pharao ganz klar: „Hallo, so nicht!“ Die Erzählung ist lebendig und ich kann die Spannung schon fast am eigenen Leib spüren. Außerdem weiß ich als Biologin, dass einige der Plagen naturwissenschaftlich erklärbar sind.

    Die biblische Geschichte zum Nachlesen: 2. Mose (Exodus) 7-12

    Gebet: Gott, du trittst für die Schwachen ein. Du stehst auf der Seite der Recht- und Hilflosen. Den Gewaltigen und Mächtigen stellst du dich entgegen. Wir bitten dich, stelle dich an die Seite der Opfer von Krieg und Gewalt: Stelle du dich an die Seite der Flüchtlinge in den Lagen, an die Seite der Zivilisten in Libyen, an die Seite der Kinder in Syrien, an die Seite der Frauen im Jemen. Stelle du dich an die Seite der Menschen in unserem Land: an die Seite der Opfer von häuslicher Gewalt und an die Seite der misshandelten Kinder. Schaffe du Recht und führe die Menschen in die Freiheit. Amen.

  • add Sonntag

    Daniela W. und Sabine H.

    Die Geschichte von der Arche Noah gefällt gleich zwei Gemeindegliedern am besten:

    Daniela W.: Uns gefällt zurzeit die Geschichte von der Arche Noah sehr gut. Es ist für die Kinder sehr schön zu lesen und gibt gleichzeitig Hoffnung, wenn am Ende der Geschichte der Regenbogen am Himmel leuchtet. Für uns ist das ein Zeichen: Es wird alles gut. Ich denke das gibt uns auch Hoffnung in der gerade nicht enden wollenden Situation.

    Sabine H.: Mir gefällt die Geschichte von der Arche Noah, denn dort gibt es viel Action und auch die Tiere sind beteiligt. Die Menschen und die Tiere rücken ganz eng zusammen und werden von Gott beschützt. Obwohl die Lage sehr gefährlich ist, geht das Leben am Ende weiter.

    Die biblische Geschichte zum Nachlesen: 1. Mose (Genesis) 6-9

    Gebet: Gott, du hast Menschen und Tiere vor der Katastrophe bewahrt. Du hast dafür gesorgt, dass das Leben nicht ausgelöscht wird. In der Zeit der Quarantäne und der Ausgangsbegrenzungen fühlen sich viele wie in eine enge Arche eingesperrt. Zeige uns, dass wir in einer rettenden Arche sind, in der das Leben der Menschen geschützt ist. Lass uns Regenbögen sehen als Zeichen, dass du immer bei uns bist und dass das Leben nicht vergeht. Amen.

An Leib und Seele gesund durch die Corona-Pandemie

In jeder Krise liegt eine Chance so heißt es. Manche Psychologen meinen, nun würden viele Familien enger zusammenrücken. Der Fußball-Bundestrainer Joachim Löw sprach davon, sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Hier berichten einige Gemeindeglieder, wie sie die Zeit aktiv gestalten. Für jeden Tag der Woche gibt es einen Tipp eines Gemeindegliedes, wie man an Leib und Seele gesund durch die Corona-Pandemie kommt.

  • add Montag

    Luise B., 6 Jahre: Ich mache morgens und abends die Musik ganz laut und dann tanze ich dazu. Meistens machen Mama, Papa und meine beiden Brüder auch mit. Reihum darf einer sagen wie wir jetzt tanzen und alle machen es nach. Das macht allen Spaß und bringt gute Laune.

    Mein Tipp: Tanzen hält gesund und macht gute Laune.

  • add Dienstag

    Regina S.: Die Decke fällt mir, denke ich, nicht so schnell auf den Kopf: Da gibt es noch etliche Bücher, die ich gerne mal lesen wollte. Außerdem sind zurzeit mein Mann und unser Sohn zu Hause im Home-Office. Da lohnt es sich jeden Tag „was Gscheites“ zum Mittagessen auftischen, denn sonst bin ich unter der Woche am Mittag alleine. Außerdem backe ich für mein Leben gerne. Da jetzt mehrere Personen täglich anwesend sind, kann ich endlich mal so einiges Neues ausprobieren. Fotos sortieren und einkleben bleibt im Alltag oft liegen. Dafür ist jetzt aber Zeit. Beim Aussuchen der Bilder und dann beim Einkleben und Beschriften kommen die schönen Urlaubstage wieder voll ins Bewusstsein. Das ist wie ein kleiner „Bilderurlaub“.

    Mein Tipp: Die Chancen und die viele Zeit nutzen für das, was sonst oft auf der Strecke bleibt.

  • add Mittwoch

    Petra G.: Mit zwei kleinen Kindern ist bei uns jeden Tag was los und uns war bis jetzt nicht langweilig. Wir haben mit den Haustieren (Katzen und Mäuse) viel gespielt und viel Zeit verbracht, am nächsten Tag haben wir gebacken, Zopf, Kuchen und danach lange geputzt. Dann hat meine Tochter ein Ostergedicht aufgenommen, dass ich per WhatsApp an alle verschicken musste, die ihr einfielen. Am nächsten Tag war es ein Osterlied mit musikalischer Begleitung von ihrem Bruder. Wir haben Deko verteilt und Osterbasteleien für Geschenke angefangen. Wenn die Sonne scheint spiele ich mit den Kindern im Garten. Bei schlechtem Wetter suche ich auf youtube ein Video eines Tanzkurses oder Kindertanzkurses.

    Mein Tipp: Die intensive Zeit als Familie genießen, denn vielleicht kommt das so nie wieder.

  • add Donnerstag

    Bärbel S.: Seit kurzem bin ich stolze Oma einer kleinen Enkelin. Ich finde es sehr schade, dass ich sie nicht besuchen und mit ihr spielen kann. Nun habe ich gelernt, wie man am Handy per Video telefonieren kann. Das ist eine feine Sache und das hätte ich sonst wohl nie gelernt.

    Mein Tipp: Sich auf die vielen technischen Möglichkeiten und Unterstützungen einlassen, die das Leben leichter machen können.

  • add Freitag

    Angelika M.: Wir treffen uns dreimal am Tag als Familie um gemeinsam zu kochen und um miteinander zu essen. Das bleibt sonst im Alltag manchmal auf der Strecke. Außerdem komme ich gerade jeden Tag zum Joggen. Das tut mir gut. So bekommt der Corona-Blues keine Chance.

    Mein Tipp: Lecker Essen, die Gemeinschaft in der Familie genießen und Bewegung an der frischen Luft.

  • add Samstag

    Christina Z.: Als Mutter von drei Kindern versuche ich, unseren Tagesablauf und unsere Struktur mit den Mahlzeiten beizubehalten. Jetzt haben wir viel freie Zeit und die nutzen wir für Projekte und für Dinge, die sonst auf der Strecke bleiben. Neulich haben wir zum Beispiel Kristalle gezüchtet.

    Mein Tipp: Das hinzunehmen was ich nicht ändern kann, doch das, was ich ändern kann, positiv zu gestalten.

  • add Sonntag

    Theresia K.: Wir gehen ganz bewusst einmal am Tag nach draußen und erfreuen uns im Garten, bei einem Spaziergang, oder beim Fahrradfahren an der Natur und dem nun im Frühling neu erwachenden Leben. Gerade in der Zeit jetzt, in der unser Leben still zu stehen scheint, ist es wunderbar zu sehen und zu erleben, wie Gottes Schöpfung trotz Krise nicht Halt macht, sondern uns erst recht zeigt, wie schön das Leben sein kann und wie kostbar die kleinen Momente in der Natur sein können.

    Mein Tipp: In die Natur gehen und Gottes Schöpfung genießen.

Gute Vorsätze

vielleicht haben Sie gerade viel Zeit, die Sie zu Hause innerhalb der eigenen vier Wände verbringen werden. Vielleicht kommen Sie dazu, um über Ihr Leben nachzudenken und um Kontakte zu pflegen oder gar zu vertiefen. Als Kirchengemeinde haben wir einige Anregungen für die einzelnen Wochentage gesammelt.

  • add Montag

    Heute rufe ich eine Person an, mit der ich schon lange keinen Kontakt mehr hatte. Ich frage sie, wie es ihr geht und was sie gerade beschäftigt.

  • add Dienstag

    Heute schreibe ich eine Postkarte oder einen Brief an eine Person, von der ich weiß, dass sie einsam ist und sich über ein Lebenszeichen freut.

  • add Mittwoch

    Heute frage ich jemanden Alten oder Kranken in meinem Bekanntenkreis, ob ich ihm oder ihr etwas aus der Apotheke oder aus dem Supermarkt mitbringen kann.

  • add Donnerstag

    Heute rufe ich jemand an oder schicke eine Email und sage diesem Menschen, warum er oder sie für mich ganz besonders wertvoll ist.

  • add Freitag

    Heute bespreche ich mit jemandem, was wir gemeinsam Tolles unternehmen werden, wenn die Corona-Pandemie überwunden und gemeinsame Unternehmungen wieder möglich sind.

  • add Samstag

    Ich denke darüber nach, ob es jemanden gibt, mit dem ich verstritten bin: Was ist mein Anteil an diesem Konflikt? Kann ich auf den anderen zugehen und ihm symbolisch die Hand reichen (noch besser: anrufen und mit ihr ein klärendes Gespräch führen, bzw. ihn um Vergebung bitten)

  • add Sonntag

    Heute werde ich den Fernsehgottesdienst ansehen und mich hinterher mit jemandem über die Predigt austauschen.